BKrFQG-Weiterbildungsfrist: Der zweite Intervall (2014 - 2019) hat begonnen

  • Seit dem 10.09.2014 ist für die meisten Lkw-Fahrer die Schlüsselzahl "95" in der Fahrerlaubnis Pflicht.
  • Auch Handwerksbetriebe, Garten- und Landschaftsbauer, Baubetriebe sowie andere Branchen sind vom BKrFQG betroffen.
  • SVG erweitert das Portfolio an Berufskraftfahrer-Schulungen für den zweiten Weiterbildungs-Intervall.

Der erste Weiterbildungs-Intervall ist für die meisten Kraftfahrer seit dem 10. September 2014 vorbei, die nächste Deadline ist der 10. September 2019.  Dann müssen fast alle Fahrer, die beruflich mit einem LKW über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht (Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE) fahren, sich die Schlüsselzahl „95“ zum zweiten Mal in die Fahrerlaubnis eintragen lassen. Sie ist der Nachweis über die vom Gesetzgeber mindestens geforderten 35 Stunden Weiterbildung. So bedeutet zum Beispiel der Eintrag "95 (01.09.2019)", dass der Fahrer seine Weiterbildungspflicht bis zu diesem Datum erfüllt hat. Spätestens am 01.09.2019 muss er wieder 35 Stunden nachweisen.

Die Straßenverkehrsgenossenschaft (SVG) rät Fahrern und Unternehmern frühzeitig alle Unterlagen zu prüfen, ob und wie viele Seminare fehlen und bis wann die 35 Stunden Weiterbildung nachgewiesen werden müssen. Den Eintrag nehmen die zuständigen Führerscheinstellen nur dann vor, wenn der Fahrer die Weiterbildungsnachweise von anerkannten Ausbildungsstätten vorlegt.

Betroffen sind in erster Linie Gütertransportunternehmen, aber auch zahlreiche andere Branchen wie zum Beispiel Handwerks- und Baubetriebe, Garten- und Landschaftsbauer oder Möbel- und Getränkefahrer fallen unter die Weiterbildungspflicht. "Es ist ein Irrglaube, dass Handwerker generell vom BKrFQG ausgenommen sind. Sie fallen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen unter die Ausnahme gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 5 BKrFQG. Ob die im Einzelfall zutrifft, muss jeder Fahrer individuell klären", rät Jörg Rehaag, Leiter Weiterbildung bei der SVG-Zentrale in Frankfurt. Der Fachmann empfiehlt, frühzeitig alle Unterlagen zu prüfen, ob und wie viele Seminare fehlen und bis wann die 35 Stunden Weiterbildung nachgewiesen werden müssen. Denn bei Verstößen drohen Bußgelder bis 5.000 Euro für Fahrer und für Unternehmer, die eine Fahrt anordnen, sogar bis 20.000 Euro. Zudem kann die Strafe bis zwei Jahre nachträglich erhoben werden.

SVG erweitert BKrFQG-Schulungsangebot für den zweiten Intervall

Die Straßenverkehrsgenossenschaften überarbeiten ihr Schulungsangebot regelmäßig und bei aktuellen Anlässen. Zusätzlich wird das Portfolio an BKrFQG-Schulungen auch im zweiten Intervall (2014 - 2019) kontinuierlich erweitert. Alle Seminarthemen zu den BKrFQG-Kenntnisbereichen werden täglich von Montag bis Samstag angeboten. Auch komplette Wochenschulungen mit fünf Tagen á sieben Stunden stehen  auf dem Programm.

Alle BKrFQG Kurse im Seminarplaner der SVG hier

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